Kirchengemeinden

In den fünf (Erz-)Diözesen Nordrhein-Westfalens ist die Kirchengemeinde die kirchlich verfasste Ortseinheit. Der Begriff dieser Gemeinde ist dabei staatskirchenrechtlich und pastoraltheologisch unterschiedlich besetzt. Das Rechtssubjekt wird staatskirchenrechtlich als Kirchengemeinde und kirchenrechtlich als Pfarrei bezeichnet. Hinzu kommen die verschiedenen Organisationsstrukturen in den (Erz-)Diözesen, ob nun Einzelkirchengemeinde, Gemeindeverband, Großpfarrei, Seelsorgebereich oder Pastoralverbund, gemeint ist immer die Kirchengemeinde vor Ort mit ihren pastoralen Aufgaben und Strukturen.

Als Teil der verfassten Kirche sind die Kirchengemeinden/Pfarreien der (Erz-)Diözesen eigene Körperschaften des öffentlichen Rechts und regeln ihre Angelegenheiten selbst. Für den Datenschutz heißt das, dass die Anordnung über den kirchlichen Datenschutz (KDO), deren Durchführungsverordnung (KDO-DVO) und die Ausführungsrichtlinien für den pfarramtlichen Bereich als gesetzliche Grundlagen für die jeweilige Körperschaft gelten. Hinzu kommt die Anordnung über das kirchliche Meldewesen (KMAO) und je nach Ausstattung der Pfarrei auch die Anordnung für die Verarbeitung personenbezogener Daten in den katholischen Schulen in freier Trägerschaft (KDO-Schulen) oder die Ordnung zum Schutz von Patientendaten in katholischen Krankenhäusern und Einrichtungen (PatDSO) sowie weitere spezialgesetzliche Regelungen zum Datenschutz.

In datenschutzrechtlichen Angelegenheiten unterstehen die Kirchengemeinden der Aufsicht des Diözesandatenschutzbeauftragten.

 

Aktuelle Meldungen zum Datenschutz für die Kirchengemeinden